Mittwoch, 12. Juni 2013
35. Reisetag, Mittwoch 22.05.2013
flieger1962, 13:20h
Der Campingplatz Tiber hat sich voll auf Rom -Touristen eingestellt, am Vormittag und am Abend jeweils zur halben Stunde fährt ein Bus vom Campingplatz zur S-Bahn Porta Prima und zurück. Wir sitzen um 9:30 im Bus und fahren heute mit der S-Bahn nach Rom um eventuell eine Unterkunft für die weiteren Tage in Rom zu besorgen. An der Endstation der S-Bahn in Rom (Flaminio) sind wir ausgestiegen und gleich an den nahe gelegenen Piazza del Popolo gegangen. Wir haben zwar eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel aber ich sag zu Susi: "komm wir gehen zu Fuss zum Vatikan, dann bekommen wir gleich einen guten Eindruck von Rom." Die Strecke ist ungefähr so lange wie von Pasing zum Marienplatz -ohne meine Abkürzungen-. Als wir nach ewiger Zeit und mit meinen Abkürzungen den Petersplatz erreicht haben, sehen wir lange Menschenschlangen, die in den Petersdom wollen. Zum Anstellen hab ich jetzt überhaupt keine Lust und frag Susi, dass wir zuerst nach einer Unterkunft schauen und am Abend nochmal hier vorbei schauen um in den Petersdom zu gehen. Susi ist der gleichen Meinung und schaut auf einem Zettel wo Sie die Adresse einer günstigen Pension notiert hat. "Via di Sant Anselmo", wir schauen in dem Rom Stadtplan nach und sehen, dass es am Stadtplan nur einige cm bis dahin ist, und so sag ich da sind wir zu Fuss gleich da und machen uns wieder auf den Weg. Nach 1,5 Stunden waren wir am Circo Massimo und wir können dort noch deutlich die Umrisse der Fahrspuren der Rennbahm erkennen. Ich orientiere mich anhand des Stadtplanes und sag Susi, dass es nicht mehr weit ist bis zur Via di Sant Anselmo. Ich glaub Susi hat keine grosse Lust mehr, in Rom spazieren zu gehen aber weil wir ja schon fast da sind, geht Sie mit mir weiter. Wir gehen einen Berg hinauf und kommen an einem Park vorbei bei dem man einen super schönen Überblick auf Rom und den Vatikan hat. Wir ruhen uns ein bisschen aus und machen ein paar Fotos von Rom. Hier würde sich ein Panoramabild von Rom sehr gut machen, aber ich kann keines erstellen, weil ich mein Stativ nicht dabei hab. Endlich sind wir in der Via di Sant Anselmo und suchen nach der Pension. Ich glaub wir sind 10x die Strasse auf und ab gegangen, haben aber die Pension nicht gefunden. "So", sag ich Susi, "ich geh jetzt da vorne in das Hotel und frag ob die was frei haben". Wir gehen also in das Hotel und fragen ob Sie noch ein Zimmer frei hätten. "Ja, sicher haben wir ein Zimmer frei, für wie lange brauchen Sie das Zimmer"? "Für 4 oder 5 Tage" sag ich und frag dann gleich nach dem Preis. "170 Euro die Nacht" sagt der freundliche Mann hinter der Rezeption und hat gesehen, dass wir beide zusammengezuckt sind. "Natürlich mit Frühstück" wollte er es uns schmackhaft machen. "Das ist uns zu teuer" hab ich gesagt und er hat gefragt welche Preisklasse wir uns vorgestellt haben. Wenn ich jetzt 40 Euro sag, meint er wir wollen Ihn verarschen und darum sag ich 100 Euro und wir wollen schon wieder gehen. "Einen Moment" sagt er und geht ins Hinterzimmer, vermutlich zum Hotelmanager. Wenn er die 100 Euro akzeptiert, dann schauen wir blöd aus der Wäsche. Das währe weit über dem, was wir für die Übernachtung ausgeben wollten. Als er wieder zur Rezeption hervor kam, sagte er: "es tut mir leid, aber die 100 Euro pro Nacht geht nicht". Wir machen ein betroffenes Gesicht und sagen "da kann man nicht's machen, aber vielen Dank für Ihr Bemühen". "Ach ja, wissen Sie wo das Hotel Major Aventinus ist"? (Das ist die Unterkunft, die wir vorher gesucht, aber nicht gefunden haben) frägt Susi noch, und der Mann kann uns ganz genau erklären wo das Hotel ist. Wir freuen uns, dass wir hier kein teueres Zimmer bekommen haben und jetzt wissen wo das gesuchte Hotel ist. Bei dem Hotel angekommen, wundern wir uns, dass nicht's auf das Hotel hindeutet. Kein Schild, keine Auffahrt nur ein Tor mit einer Klingeltaste. Ich drück die Klingeltaste und das Tor öffnet sich. Wir gehen ins Haus und rufen Hallo. Aus einem Zimmer kommt ein sympatischer junger Mann und fragt was wir wollen. "Wir hätten gerne ein Zimmer für 4 oder 5 Tage" sagten wir. "Haben Sie reserviert"? Fragte er uns freundlich. "Nein, wir sind auf gut Glück gekommen" antworten wir Ihm. "Tut mir leid, wir sind total ausgebucht" erklärte er uns. Als wir uns verabschiedet haben und wieder auf der Strasse standen, haben wir gesagt, dass es am Campingplatz eigentlich ganz schön ist und auch viel ruhiger und vor allem billiger. Nach dem wir heute gefühlte 20 km gelaufen sind, sagt Susi, dass Sie heute nicht mehr laufen will und nur noch alles mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt. Ok, sag ich aber zur U-Bahn Circo Massimo müssen wir noch laufen. Wir sind dann mit der U-Bahn vom Circo Massimo zur Haltestelle Ottaviano, San Petro gefahren und nochmals zum Petersplatz gelaufen. Die Schlange vor dem Petersdom hat sich aufgelöst und so sind wir in den Petersdom gegangen. Der Petersdom hat sich eher wie ein Museum oder Jahrmarkt angefühlt als wie eine Kirche und so haben wir beschlossen wieder zu gehen und am Sonntag die Hauptmesse um 9:00h mitzufeiern. Jetzt ist es schon spät und wir fahren mit der U-Bahn zur Haltestelle Flaminio und dann mit der S-Bahn zurück zu Prima Porta. Eigentlich haben wir uns gefreut heute nicht mit dem Radel zu fahren, aber das viele zu Fuss gehen war fast anstrengender.
... comment