Donnerstag, 16. Mai 2013
25. Reisetag, Sonntag 12.05.2013
Heute haben wir vor, eine grosse Strecke von Castellofranco bis nach Passignano (über 90 km) zu fahren und sind desshalb schon um 8:00h beim Frühstücken. Auf dem Radelweg treffen wir auf eine Renn-Radel-Gruppe, die erst ich und dann Susi überholt hat. Ich glaub die sind jetzt motiviert und geben Gas dass Sie mit uns mithalten können. Unsere Akku's sind ja unter unseren Packtaschen versteckt und so wissen Sie nicht, dass wir etwas im Vorteil sind. Bergab und geradeaus überholen Sie uns meist, aber bergauf haben wir Sie dann wieder. Jetzt ist eine kleine Gruppe direkt hinter mir und ich glaub ich soll für Die jetzt Führungsarbeit machen. Das spornt mich so an, dass Sie es diesmal nicht schaffen, mich bergab oder auf der Geraden zu überholen. Um den Rennrad-Fahrern nicht den Glauben an sich selbst zu nehmen, fahr ich nach 3km rechts ran und lass mich (und Susi) von der ganzen Radel-Meute überholen. Ich glaub, wenn ich nicht nachgegeben hätte, dann währen die Radelfahrer selbstmord gefährdet gewesen, folglich hab ich einer ganzen Gruppe das Leben gerettet. Ein schönes Gefühl! Durch diese Aktion waren wir dann gleich in Arezzo und sind zum Dom geradelt. Das letzte Stück mussten wir schieben, weil es so steil bergauf ging. Wenn wir oben angekommen unser Radel bewacht abstellen können, so haben wir überlegt, dann gehen wir in die Kirche zur Sonntagsmesse. Auf einem abgelegenen Parkplatz direkt hinter dem Dom haben wir sofort gesehen dass wir hier unsere Radel abstellen können. Und als wir unsere Radel an einem Baum angekettet haben, waren sofort 3 Dom-Mitarbeiter da, die uns zu verstehen gegeben haben, dass wir unsere Radel hier nicht abstellen dürfen. Also war unser Radelparkplatz perfekt: abgelegen und von den Dom-Mitarbeitern bewacht. Wir machten den Dom-Mitarbeitern klar, dass wir nur die Messe besuchen wollen, und dann wieder wegfahren. Sie willigten ein und liesen uns über die Sakristei direkt in die Kirche gehen. Nach der Messe sind wir weiter nach Frassineto, Manciano, Castroncello, Frata und Cortona gefahren. Die Toscana ist super, super schön, und erst mit dem Fahrrad und der mässigen Reisegeschwidigkeit bekommt man den Zauber der Toscana mit. Früher bin ich schon öfter mit dem Motorrad durch die Toscana gefahren, hab aber den toscanischen Zauber nicht bemerkt. Von Cortona sind es nur noch 25km nach Passignano und das alle fast eben dahin. Auch Heute wird es noch regnen, hoffentlich erst dann, wenn wir ein trockenes Quartier haben. In Passignano sind wir zum ersten Hotel, der im Reiseführer angegeben war hingeradelt und eigentlich wollte ich gleich wieder weg, da ein älteres Ehepaar aus Belgien und ein 2 ältere Weiber aus Holland zu sehen waren und ich auf keinen Fall in einem Altenheim "Benelux" Übernachten wollte. Der jetzt anfangende Regen und die sehr netten Hauswirte haben mich (uns) dann doch überzeugt, dass wir hier unser Quartier aufschlagen. Und als und die Wirtin gesagt hat, dass Sie am Abend für die Hausgäste kocht, war ich mir sicher, dass wir die beste Bleibe für 2 Tage gefunden haben.

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