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Samstag, 27. April 2013
8. Reisetag, 25. April
flieger1962, 15:43h
So jetzt sitzen wir beim Frühstücken und ich denk schon an die Steigungen und Serpentienen und hab gar keinen richtigen Appetit. Susi schmeckt's und freut sich schon auf die heutige Etappe. Frühstück fertig, Pension bezahlt, Räder bepackt und ab gehts zuerst über die Grenze in die Schweiz, dann kommt eine Abbiegung nach Samnaun 6km aber wir bleiben auf der Strasse leicht bergauf nach Martina. Geradeaus würde es nach St. Moritz gehen aber wir biegen links wieder über die Grenze nach Österreich Nauders ab. Jetzt sind Sie da, die Serpentienen 7km steil bergauf. Vor uns sind 2 Radelfahrer (ohne E-Unterstützung) mit einem Schild hinten am Fahrrad "Nürnberg - Sizilien". Wir fahren vorbei mit dem Gruss "München - Rom". Um den Akku zu schonen (nicht dass mir mitten in der Steigung der Saft ausgeht) fahr ich mit der mittleren Unterstützung "Tour". Meine Pumpe (Herz) arbeitet wie verrückt, um mich und mein Rad auf den Pass zu kriegen. Ab und zu sagt Susi was zu mir, ich denk mir nur, wie kann man bei der Anstrengung noch reden? Ich sag nicht's und fahr konzentriert weiter. Die Balken von der Akku-Anzeige geht einer nach dem anderen weg. Ich fang zu rechnen an, pro 3km bergauf einen Balken. 3 Balken hab ich noch, aber wie weit ist es noch nach Nauders und dann gehts noch weiter zum Reschensee. Der 3. Balken ist weg, oh, oh, wie ist es wenn man schieben muss? Vorne kommt das 1. Haus, Super geschafft, die Norbertshöhe in 1460m Höhe. Jetzt gehts leicht bergab nach Nauders. Kurz vorm Ortseingang sind ein paar Radfahrer und die Polizei. Ich halte an und frag die Radelfahrer ob Sie geblitzt worden sind. Nein, Sie warten auf die Radelfreunde die noch nicht so geübt sind. Wir fachsimpeln noch ein bisschen und fahren dann weiter der Via Claudia. Im Schloss Nauders wollten wir einkehren und die Akkus laden, aber da ist alles zu also radeln wir weiter nach Reschen. Wunderschöne Landschaft, nur leicht bergauf, geteerter Radelweg, Sonnenschein, was will man mehr. Jetzt sind wir auch schon am Grenzübergang nach Italien. Hier kehren wir ein und laden unsere Akkus. Weiter gehts zum Reschensee Richtung Meran auf der rechten Seite. Nur ein Weg für Radelfahrer Super, Super, Super. Ab jetzt gehts nur noch bergab bis Meran. St. Valentin, Burgeis, Schleis, Laatsch, Glurns, hier werden wir Übernachten. Glurns ist eine sehr alte Stadt (Dorf) mit einer komplett erhaltenen Stadtmauer, so was hab ich noch nie gesehen, sehr beeindruckend.
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7. Reisetag, Mittwoch, der 24. April
flieger1962, 14:59h
Ich hab Susi gesagt, dass ich über den Reschenpass den Bus nimm. Susi war entsetzt und wollte mich überzeugen, dass wir doch den kompletten Weg nach Rom mit dem Radel fahren und nicht "bescheissen". Ich hab die Überquerung vom Reschenpass in unserem Radelführer ein paar mal durchgelesen und Ihr gesagt, dass ich in jedem Fall den Bus nimm und dass mich nur eins davor abbringen kann nicht mit dem Bus zu fahren und das ist dann, wenn der Bus nicht fährt. Ich hab die Hauswirtin gefragt, wo und wann der Bus nach Reschen geht, und Sie hat gemeint, dass der Bus ab Mai pünktlich um 10:00h von der nahegelegenen Bushaltestelle fährt. Super, entweder ich warte noch bis Mai oder ich muss doch mit dem Radel über den Reschenpass. Bis Mai warten dauert mir zu lange, also bereite ich mich 1 Tag mental und meinen Akku mit Strom vor. Hoffentlich hält mein Akku das aus. Jetzt ausruhen, später Fussball (Dortmund gegen Real Madrid) anschauen dann schlafen. Morgen geht's rund oder besser bergauf.
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Mittwoch, 24. April 2013
6. Reisetag
flieger1962, 12:27h
Heute am Dienstag, den 23. April gehts mit dem Radl weiter. Zuerst wird ausgiebig gefrühstückt. 1 Semmel für Susi, 3 Semmeln für Thomas. Frisch gestärkt wird das Rad bepackt und dann: auf in die Berge von Imst Richtung Landeck. Thomas fährt (wie immer) voran. Nach den Strassenschildern sind wir schon richtig, nur dass wir auf der Landstrasse fahren anstatt auf dem Radelweg. Thomas sagt, dass wir bei der nächsten Gelegenheit wieder auf den Radelweg fahren. Er natürlich vorne weg. Und wirklich, bei der nächsten Abbiegung ist er nach links Richtung Radelweg gefahren. Aber was ist dass? Jetzt sind wir auf einer AUTOBAHNRASTSTÄTTE. Ich glaub wir sind die ersten Radelfaher, die diese Autobahnraststätte besuchen. Einmal auftanken und Ölwechsel oder besser wir kehren wieder um und suchen uns eine kleinere Strasse. Bei der nächsten Abzweigung sind wir dann wieder auf der Via Claudia. So, und jetzt wird genau so gefahren wie es im Buch steht. Der Radelweg, die Landschaft, der Sonnenschein .... Wunderschön. Durch Landeck sind wir gut durchgekommen, weiter geht's Richtung Tagesziel, Pfunds. Wir fahren den Inn entlang auf einem geteerten Radweg, oder ist es doch ein geteerter Feldweg? Ich bin mir nicht sicher, weil ab und zu ein Auto auf dem Weg fährt. Manchmal ist der Radweg nicht gut ausgeschildert und wir sind unsicher ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. Nach Fliess sind wir auf einem Weer vorbeigekommen dann wurde aus dem Teerweg ein Feldweg, dann gab es keinen Weg mehr. Alles wieder Zurück? Neeeeiiiin, das sind bestimmt 5 km. Thomas hat in seinem GPS Navi nachgeschaut und gesagt, dass auf der anderen Seite vom Inn ein schöner Weg währe. Kurz vorher war doch eine Weer-Anlage. Es gibt viele Schilder: Betreten der Anlage streng Verboten. Susi hat einen kleinen grünen Pfeil entdeckt, dem wir vorsichtig gefolgt sind. Juhu wir sind auf der anderen Inn Seite und weiter geht's nach Prutz und dann nach Ried. Hier wollten wir Kaffee trinken, aber tote Hose. Alle Lokale haben geschlossen, und der Akku von Thomas neigt sich dem Ende. Es hilft nicht's, wir Radeln weiter und kommen nach Tösens. Super, es gibt einen Gasthof der geöffnet hat. Hier machen wir erst mal Pause. Thomas holt die Ladegeräte aus der Packtasche, die Akkus und abgeht's zur nächsten Steckdose. Die Küche war leider schon zu also haben wir uns was zu trinken bestellt und möchten mindestens 1 Stunde bleiben (der Akkus wegen). Am Nebentisch sitzen auch 2 Radelfaher, die den Inn abwärts nach Passau radeln wollen. Pah Bergab, solche Weicheier. Ok Sie haben kein e-Bike, also betrachten wir Sie als Gleichwertig. Nach Pfunds sind es nur noch 8 km, der Akku fast voll, also brauchen wir nicht sparen, legen den Turbo-Seniorengang ein und sind schwup di wupp in Pfunds. Die Bleibe haben wir schon gestern telefonisch gebucht. Das Gepäck auf's Zimmer, die Radel in den Ski-Raum und dann Duschen. Frisch kampet und butzt haben wir den Ort erkundet, wo wir am Abend Essen könnten. Alle Gaststätten haben geschlossen, und die, die eigentlich geöffnet hätten haben Ruhetag. Aber kein Problem, der Supermarkt hat auf und so haben wir das wichtigste eingekauft: Brot, Wurst, Käse, Wasser und Wein. Erst Brotzeit machen und dann Fussball anschauen. Die Brotzeit und der Wein war genau so gut wie das Super Fussball-Spiel.
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Montag, 22. April 2013
der 5. Reisetag - Imst
flieger1962, 19:59h
Da ich Thomas unbedingt die Rosengartenschlucht zeigen wollte, beschlossen wir, in Imst zu bleiben um einen Wandertag einzulegen. Aber schade: nachdem wir die Stadtpfarrkirche besichtigt hatten und zum Eingang in die Schlucht kamen, mussten wir feststellen, dass der Weg aufgrund von Felsabgängen, sowie umgestürzten Bäumen gesperrt war. Also wählten wir einen alternativen Weg nach Hochimst durch einen schönen Wald mit Kiefern, Wacholder , Erika, Veilchen, Leberblümchen, ...
Die Natur im allgemeinen hat uns auf unserem bisherigen Weg reich beschenkt: gnze Teppiche von Annemonen wie lauter kleine Sterne, der Duft von Veilchen, vor Heiterwang Wiesen voll von weißen und rosa, bis ins violett gehende wilde Krokusse, der Duft von frischem Gras- oder der Geruch im Wald: nach Laub und Moos, oder frisch geschnittenen Bäumen.
Wenn wir schon etwas geschafft sind, bevorzugen wir die Teerstraße, was natürlich meist mit Verkehr und Abgasen einher geht. Manche Autofahrer halten auch relativ wenig Abstand, was sehr unangenehm ist.
Aber nun weiter zu unserer Wanderung: Wir freuten uns schon auf eine Brotzeit und vor allem auf ein kühles Bier. Aber weit gefehlt: Ab 1. Mai geöffnet! Stand auf den Tafeln vor den Lokalen. So marschierten wir wieder zurück nach Imst, holten uns die wohlverdiente Brotzeit im Supermarkt und ließen uns das Essen auf dem Balkon unserer Herberge schmecken.
Die Natur im allgemeinen hat uns auf unserem bisherigen Weg reich beschenkt: gnze Teppiche von Annemonen wie lauter kleine Sterne, der Duft von Veilchen, vor Heiterwang Wiesen voll von weißen und rosa, bis ins violett gehende wilde Krokusse, der Duft von frischem Gras- oder der Geruch im Wald: nach Laub und Moos, oder frisch geschnittenen Bäumen.
Wenn wir schon etwas geschafft sind, bevorzugen wir die Teerstraße, was natürlich meist mit Verkehr und Abgasen einher geht. Manche Autofahrer halten auch relativ wenig Abstand, was sehr unangenehm ist.
Aber nun weiter zu unserer Wanderung: Wir freuten uns schon auf eine Brotzeit und vor allem auf ein kühles Bier. Aber weit gefehlt: Ab 1. Mai geöffnet! Stand auf den Tafeln vor den Lokalen. So marschierten wir wieder zurück nach Imst, holten uns die wohlverdiente Brotzeit im Supermarkt und ließen uns das Essen auf dem Balkon unserer Herberge schmecken.
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4. Reisetag
flieger1962, 11:53h
Am Morgen schauen wir aus dem Fenster, und Gott sei Dank ist der Schnee weg. Also, sagt Susi, für unsere Weiterreise steht nichts mehr im Weg. Ich sag zu Ihr: "ok aber über den Fernpass nehmen wir den Bus". Wir sind losgeradelt Reute, Heiterwang, Lermoos nach Bieberwier. Hier wollte ich Brotzeit machen und dann in den Bus steigen. Die Geschäfte haben am Sonntag zu und die Gaststätten haben alle Betriebsferien. Der Bus fährt auch nicht. Als hatten wir die Wahl, wieder den mühsam erradelten Berg runter zu fahren (den wir dann später wieder raufradeln müssten), oder die 5km weiter bergauf zum Fernpass zu fahren. Wie gut ist es, wenn man einen Drill-Sergent dabei hat. Das Fahrrad von Susi geht wahrscheinlich besser, da Sie immer einige 100m vorraus fuhr. Endlich ist es geschafft, das Restaurant Zugspitzblick ist in Sichtweite und ich kann das Weissbier schon riechen. Oben angekommen sagte Susi: "so schlimm war's doch gar nicht". Nach einem grossen Schluck vom Weissbier war ich auch Ihrer Meinung. Nach einer ausgiebigen Rast und aufkommender Bewölkung fuhren wir weiter in die Sonne nach Nassereith, Strad, Tarenz und Imst. Alles Bergab, wie schön für unsere Wadeln. Die Strecke ist wunderschön auf dem Radelweg ab Nassereith.
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