Mittwoch, 8. Mai 2013
20. Reisetag, Dienstag 07.05.2013
Heute beweg ich mich keinen Meter mehr als unbedingt sein muss. Zuerst zum Frühstück, denn das muss sein und dann alle fünfe hängen lassen. Zu Mittag (hätte ich beinahe verschlafen) mach ich den Weißwein auf und esse die restliche Wurst und den Käse von Gestern. Gemeinsam mit Susi machen wir 2 Stunden Brotzeit. Den Käserand verfüttern wir an die kleinen Bieberl, die uns ständig zwischen den Füssen umherlaufen. Auch der Hund "Vittoria" bekommt etwas ab. Schön: Sonne, Essen, Wein, und nicht radeln oder gehen sondern nur herum sitzen. Am Abend gibt es Tortellini und einen Rotwein, ich freu mich schon drauf.

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19. Reisetag, Montag 06.05.2013
Ich kann das Frühstück kaum erwarten, so eine Hunger hab ich (und Susi auch). Ein Spielgelei, 6 Toast, die komplette Wurst, den kompletten Käse, Marmelade einen Kuchen und Flakes mit Joghurt. So jetzt geht aber nicht's mehr rein. Ich bin satt! Der Hausherr sagt, dass er nach unten fährt und uns bis zur Bushaltestelle mitnehmen könnte. Am Nachmittag, könnten wir dann anrufen und wenn Sie Zeit haben, holen Sie uns wieder von der Bushaltestelle ab. Das Angebot nehmen wir gerne an und lassen uns die 4 km zur Bushaltestelle fahren. Wir können im Bus die Fahrkarten kaufen und dann geht's rein nach Bologna. Wir notieren uns die Bushaltestelle und die Buslinie so dass wir wieder "nach Hause" finden. Am Minghetti Platz steigen wir aus und laufen zur Piazza Maggiore. Die Altstadt von Bologna ist sehr schön, lauter alte Häuser mit Arcaden und die Strassen sind gepflastert. Wir stehen vor der 5. grössten Kirche der Welt, der Basilica di San Petronio und gehen hinein. Diese Basilica hat
22 Nebenaltäre und ist im 16. Jahrhundert gebaut worden. Wir holen uns einen Audio - Guide und lassen uns die Kirche und deren Geschichte erklären, ein tolles Erlebnis. In Bologna gibt es einen alten Turm, auf dem man rauf darf. Praktisch ein Muss für uns, da wir in jeder Stadt immer auf dem höchsten Punkt gegangen sind. Die Treppe ist so eng, dass keine 2 Personen nebeneinander Platz haben und auf dieser Treppe gehen die Leute rauf und wieder runter. Wenn Leute wieder runter kommen, bleiben wir in der Ecke stehen, ziehen den Bauch ein und lassen die Leute vorbei. Unzählige Stufen sind bezwungen, 97 Höhenmeter erklommen, aber die Aussicht auf Bolongia und Umgebung entschädigt für die Strapazen. Wieder unten angekommen gibt es eine Belohnung: Salat, Wasser und einen Vino Bianco. Danach bummeln wir noch ein wenig in Bologna herum und gehen wieder Richtung Piazza Minghetti zu unserem Bus. Auf Fahrkarten achten wir nicht, da wir sicher sind diese wieder im Bus zu kaufen. Der Bus kommt, wir steigen ein und ich such den Fahrkartenautomaten. Nichts ist da, also bleib ich vorne beim Busfahrer, vielleicht verkauft er die Fahrkarten. Der Busfahrer ignoriert mich ganze 3 Stationen, dann möchte ein Fahrgast einsteigen und ich entnehm den Gesten, dass dieser eine Fahrkarte kaufen will. Der Bussfahrer schickt den (fast) Passagier ohne Fahrkarte wieder aus dem Bus und fährt los. Ich entferne mich ganz unauffällig vom Busfahrer und halte mich still bis zu unserer Haltestelle. So, jetzt sind wir die Rückfahrt "schwarz" gefahren, ohne es zu wollen. Bei unserer Haltestelle sind wir ausgestiegen und schauen uns jetzt nach einem Supermarkt um. Weit und breit nicht's zu sehen, also fragen wir einen hiesigen wo der nächste Supermarket ist. Er gibt uns zu verstehen, dass dieser ziemlich weit weg ist. Wir sind in unserer Unterkunft abseits vom Schuss und möchten nicht 4 km bergab und bergauf zum nächsten Restaurant gehen, also hilft es nicht's, wir brauchen für das nötigste einen Supermarkt, da wir morgen relaxen und uns so wenig wie möglich bewegen wollen. Wir sehen eine Frau, die bestimmt weiss wo der Supermarkt ist und sprechen diese nach dem Weg an. Sie erklärt uns ebenfalls, das der Supermarkt ziemlich weit weg ist uns Sie einen Teil vom Weg geht. Wir gehen der Frau hinterher und ich denk mir, lieber jetzt auf der Ebene gehen als später mit Gepäck den Berg (400 Höhenmeter) hinaufgehen. Nach ca. 2km gibt Sie uns zu verstehen, dass Sie jetzt abbiegen muss, der Supermarkt nach 1 km auf der linken Seite an der Via Republica ist. Hurra, das ist der Supermarkt, genau wie die Frau gesagt hat. Wir kaufen für die nächsten Tage ein: 2 Flaschen Rotwein, 1 Flasche Weißwein, Schinken, Mortadella, Salami, Käse, Oliven, Tomaten, Wasser, Brot und Schokolade. Wir packen alles in unseren Rucksack und sind froh, das alles Platz hat. Jetzt zurück zur Bushaltestelle und dann unsere Gastgeber anrufen, dass Sie uns abholen. Wir sind zurück an der Bushaltestelle und Susi ruft unsere Gastgeber an. Ich hör nur von Susi: "kein Problem, es macht uns nicht's aus". Was heisst hier "uns"! Mir macht es schon was aus die 4 km zu Fuss auf den Berg zu gehen und ich hab damit auch ein Problem. Aber es hilft nicht's wir müssen den Berg rauf und ich hab den schweren Rucksack am Buckel. Susi sagt noch: "gut dass wir die Räder nicht hinaufschieben müssen", und ich erwidere Ihr: "gut, dass ich den Rucksack nicht an's Radel hinhängen kann". So jetzt heisst es Kräfte sparen, so wenig wie möglich reden und marschieren! Endlose 4 km steil bergauf. Das einzige was mich aufrecht hält, sind die Gedanken an die Wurst und an den Wein. Bei jedem Meter, den ich schaffe, freu ich mich: "wieder einen Meter näher an der Wurst und am Wein". Irgendwie haben wir es bis hinauf geschaft, und jetzt muss ich mich erst einmal duschen, da ich völlig durchgeschwitzt bin. Ausser Wurst, Brot, Wein und Bett brauch ich heute nichts mehr und mich kriegen keine 10 Pferde mehr nach Bologna.

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18. Reisetag, Sonntag 05.05.2013
Am Morgen beschliessen wir nach dem Frühstück in ruhigere Häuser weiter zu fahren. Wieder fahren wir über die endlose und langweilige Po-Ebene. Die Strassen sind kerzengerade und ewig lang. Endlich haben wir Bologna erreicht. Wir fahren in einer 2-spurigen Strasse in Bologna hinein und aus der 2-spurigen Strasse wird eine 4-spurige Strasse und aus der 4-spurigen Strasse wird eine 6-spurige Strasse. Ich glaub jetzt sind wir auf dem Mittleren-Ring von Bologna und mitten im Verkehr. Ob man da überhaupt mit dem Radel fahren darf? Ich seh vorne links einen Radelweg schau mich um und wenn wir uns beeilen, so können wir schnell über die 6 Spuren zum Radelweg fahren. Geschaft, wir sind froh, dass wir die gefährliche Strasse hinter uns haben. Jetzt geht's in alten Strassen, die für den normalen Verkehr gesperrt sind mitten durch Bologna. In die Fussgänger Zone vorbei am Marienplatz von Bologna der hier "Piazza Maggiore" heisst. Wir bleiben stehen und schauen auf meinem GPS wie wir zu unserem Tagesziel Montecalvo (das Susi ausgesucht hat) kommen. Wir sind genau richtig und fahren auf der anderen Seite von Bologna wieder aus der Stadt. Ich schau auf meien Km-Zähler und seh, dass wir 8 km schnurgerade durch Bologna gefahren sind, ganz schön gross, das Bologna. Jetzt sehen wir ein Schild links Richtung Montecalvo. Bei dem Namen hätte ich eigentlich schon stutzig werden müssen: "MONTE"! Jetzt gehts so richtig berauf. Ich hab den Eindruck, dass es steiler ist als der Reschenpass und dass 4 km lang. Mit letzter Kraft (mein Akku und ich), durchgeschwitzt und völlig fertig sind wir oben angekommen. Ich seh mich um, und ich hab den Eindruck, dass wir am höchsten Punkt im Umkreis von Bologna sind. So, jetzt die Unterkunft suchen, duschen und dann gemühtlich zum Essen gehen. Die Unterkunft hat Susi auf Anhieb gefunden und wir haben auch ein schönes Zimmer bekommen. Auf die Frage wo wir was essen können, haben die Gastgeber gesagt, dass es hier nur Frühstück gibt und dass das Restaurant 4km und 400 Höhenmeter weiter unten ist. Wieder 400 Höhenmeter bergab und nach dem Essen wieder bergauf, Nein Danke! Ich glaub , ich ess noch ein paar Power Riegel die wir zu unserer Reise bekommen haben und bleiben heute auf unserem Zimmer.

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