Samstag, 27. April 2013
8. Reisetag, 25. April
So jetzt sitzen wir beim Frühstücken und ich denk schon an die Steigungen und Serpentienen und hab gar keinen richtigen Appetit. Susi schmeckt's und freut sich schon auf die heutige Etappe. Frühstück fertig, Pension bezahlt, Räder bepackt und ab gehts zuerst über die Grenze in die Schweiz, dann kommt eine Abbiegung nach Samnaun 6km aber wir bleiben auf der Strasse leicht bergauf nach Martina. Geradeaus würde es nach St. Moritz gehen aber wir biegen links wieder über die Grenze nach Österreich Nauders ab. Jetzt sind Sie da, die Serpentienen 7km steil bergauf. Vor uns sind 2 Radelfahrer (ohne E-Unterstützung) mit einem Schild hinten am Fahrrad "Nürnberg - Sizilien". Wir fahren vorbei mit dem Gruss "München - Rom". Um den Akku zu schonen (nicht dass mir mitten in der Steigung der Saft ausgeht) fahr ich mit der mittleren Unterstützung "Tour". Meine Pumpe (Herz) arbeitet wie verrückt, um mich und mein Rad auf den Pass zu kriegen. Ab und zu sagt Susi was zu mir, ich denk mir nur, wie kann man bei der Anstrengung noch reden? Ich sag nicht's und fahr konzentriert weiter. Die Balken von der Akku-Anzeige geht einer nach dem anderen weg. Ich fang zu rechnen an, pro 3km bergauf einen Balken. 3 Balken hab ich noch, aber wie weit ist es noch nach Nauders und dann gehts noch weiter zum Reschensee. Der 3. Balken ist weg, oh, oh, wie ist es wenn man schieben muss? Vorne kommt das 1. Haus, Super geschafft, die Norbertshöhe in 1460m Höhe. Jetzt gehts leicht bergab nach Nauders. Kurz vorm Ortseingang sind ein paar Radfahrer und die Polizei. Ich halte an und frag die Radelfahrer ob Sie geblitzt worden sind. Nein, Sie warten auf die Radelfreunde die noch nicht so geübt sind. Wir fachsimpeln noch ein bisschen und fahren dann weiter der Via Claudia. Im Schloss Nauders wollten wir einkehren und die Akkus laden, aber da ist alles zu also radeln wir weiter nach Reschen. Wunderschöne Landschaft, nur leicht bergauf, geteerter Radelweg, Sonnenschein, was will man mehr. Jetzt sind wir auch schon am Grenzübergang nach Italien. Hier kehren wir ein und laden unsere Akkus. Weiter gehts zum Reschensee Richtung Meran auf der rechten Seite. Nur ein Weg für Radelfahrer Super, Super, Super. Ab jetzt gehts nur noch bergab bis Meran. St. Valentin, Burgeis, Schleis, Laatsch, Glurns, hier werden wir Übernachten. Glurns ist eine sehr alte Stadt (Dorf) mit einer komplett erhaltenen Stadtmauer, so was hab ich noch nie gesehen, sehr beeindruckend.

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7. Reisetag, Mittwoch, der 24. April
Ich hab Susi gesagt, dass ich über den Reschenpass den Bus nimm. Susi war entsetzt und wollte mich überzeugen, dass wir doch den kompletten Weg nach Rom mit dem Radel fahren und nicht "bescheissen". Ich hab die Überquerung vom Reschenpass in unserem Radelführer ein paar mal durchgelesen und Ihr gesagt, dass ich in jedem Fall den Bus nimm und dass mich nur eins davor abbringen kann nicht mit dem Bus zu fahren und das ist dann, wenn der Bus nicht fährt. Ich hab die Hauswirtin gefragt, wo und wann der Bus nach Reschen geht, und Sie hat gemeint, dass der Bus ab Mai pünktlich um 10:00h von der nahegelegenen Bushaltestelle fährt. Super, entweder ich warte noch bis Mai oder ich muss doch mit dem Radel über den Reschenpass. Bis Mai warten dauert mir zu lange, also bereite ich mich 1 Tag mental und meinen Akku mit Strom vor. Hoffentlich hält mein Akku das aus. Jetzt ausruhen, später Fussball (Dortmund gegen Real Madrid) anschauen dann schlafen. Morgen geht's rund oder besser bergauf.

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